Hallensport

DFB-Pokal, 3. Runde, 19.12.2017
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
FC Schalke 04 – 1 FC Köln
1:0

2017-12-19 Schalke - FC.jpg

Geschlossenes Dach, viel zu warm angezogen, Stau, Stau, Stau – und um 1.30 Uhr erst im Bett. Oh, und nicht zu vergessen: Eine Niederlage. Aber an letzteres hat man sich in der Domstadt nun ja beinahe schon gewöhnt.

Sarkasmus beiseite. Selten habe ich mir eine Winterpause so sehr herbei gewünscht wie in diesem Jahr. Wollte ich die letzten Jahre vor Verzweiflung in Tränen ausbrechen und konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ich es auch nur ein Wochenende ohne Stadion aushalten sollte – in diesem Jahr fühlt sich diese Unterbrechung wie pures Glück an. Es war ein langes Jahr. Ein intensives. Voll von Glückseligkeit am letzten Spieltag der vergangenen Saison. Voll von Euphorie zu Beginn der Saison. Ekstatische Aufregung bei der Auslosung des Europapokals. Stirnrunzeln nach den ersten Ligaspielen. Gänsehaut in London. Entsetzen über die nicht enden wollende Negativserie. Hoffnung nach dem ersten Punkt in Hannover. Panische Flugangst vor Borisov. Heimspielwunder gegen Borisov und London. Trainerverlust. Eine Nacht zum Vergessen in Belgrad. Schneegestöber und desaströse Leistung. Zum Jahresabschluss das Aus im DFB-Pokal. Und Unruhe. So viel Unruhe.

Es lässt sich tatsächlich schwer in Worte fassen, welche Erleichterung sich ausbreitet, wenn zum vorerst letzten Mal ein Spiel abgepfiffen wird. Die Aussicht darauf, die Batterien wieder ein bisschen aufzuladen, Abstand zu gewinnen, Dinge zu überdenken; auch, wenn man genau weiß, dass ein Verein selbst in der Winterpause nicht ruht. Dennoch wünsche ich mir für das kommende Jahr vor allem eines für diesen Verein, den ich so sehr liebe: Ruhe, Zusammenhalt und Menschlichkeit. Wo auch immer der Weg dieses Vereins hinführt: Wir sollten ihn gemeinsam gehen.

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