Europapokal, oder: bye-bye Flugangst!

 

Wer mir vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich jemals Freude am Fliegen finden würde – dem hätte ich nicht nur einen Vogel gezeigt. Mein letzter und einziger Flug: Bulgarien, Abifahrt, 2008. Mit Restalkohol und ungewöhnlich starken Turbulenzen verlor ich endgültig die Nerven, als die Stewardess panisch an mir vorbei rannte und „Alle anschnallen!“ brüllte. Ich war mir sicher: Das war’s. Völlig aufgelöst und tränenüberströmt, aber lebendig, fiel ich wenige Stunden später am Stuttgarter Flughafen meinen Eltern in die Arme. Eins war ganz klar: Ins Flugzeug steige ich erst dann wieder, wenn ich irgendwann einmal meine Hochzeitsreise mache. Wenn überhaupt!

Dann der Schock bei der Auslosung des Europapokals: London – Borisov – Belgrad. Während um mich herum Hektik und Vorfreude ausbrach und man Flüge und Hotels recherchierte war mir speiübel. Wie zur Hölle sollte ich das schaffen? Mit schwitzigen Händen klammerte ich mich an meinen gerade eben abgeholten Reisepass. „Sina, schaffst du das? Kommst du mit?“ Ohne weiter darüber nachzudenken, nickte ich. Ja. Muss.

byebye Flugangst

London konnte ich noch mit einer Busfahrt überbrücken. Weißrussland und Serbien war dann doch eine Nummer zu viel. Mittlerweile habe ich nun 7 Flüge hinter mir. Alles nur, um meinen geliebten Fußball-Club zu diesem außergewöhnlichen Erlebnis zu begleiten. Und ich habe es keine Sekunde bereut. Mein Kreislauf hatte zwar hin und wieder Schwierigkeiten, dennoch verkraftete ich jeden Flug ohne größere Schwierigkeiten. Konnte essen, lachen, die Aussicht genießen.

Hat mir dieser Verein schon so viel Gutes beschert: Diese Angst überwunden und so viele ungeahnte Möglichkeiten vor mir zu haben ist eines der größten Geschenke, die er mir machen konnte!

⇒ Next Stop: Dublin!

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